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Rezension zu: Von Heilkräutern und Pflanzengottheiten - Wolf-Dieter Storl

Rezi von Distelfliege:
Nachdem ich viel Gutes drüber gehört habe, habe ich mir das Buch mal zum Geburtstag schenken lassen. Ich finde es insgesamt empfehlenswert. Es gibt zuerst einen Ausflug in die Geschichte der Kräuterkunde, und verschiedene Perspektiven wie die chinesische Medizin, die Ägypter, die Araber und anderes werden kurz durchwandert.
In den nächsten Teilen des Buches wird der Abriss über China vertieft, und dann geht Storl auf Kräuterkunde bei den nordamerikanischen Indianern ein.
Auch die Theorie der europäischen Lehren der Renaissance kommt dran, z.b. Planetenlehre, Paracelsus, und Korrespondenzen/Signaturenlehre.
Im zweiten Teil des Buches gehts dann in die Praxis, um Sammeln, Aufbewahren, Wirkstoffe der Pflanzen, einzelne Pflanzenfamilien, Anbau, Gifte, und Bewusstseinserweiterung.
Ich muss sagen, einige Dinge im theoretischen Teil sind nicht ganz sauber recherchiert, z.b. erwähnt er Millionen verbrannter Hexen. Es waren aber nie Millionen Opfer, sondern allenfalls im Hunderttausender-Bereich oder darunter - solche Stellen liessen mich schon fragen, wie genau die anderen Informationen recherchiert sind. -_ Nichtsdestotrotz finde ich den theoretischen Teil interessant und anschaulich, es gibt viele Modelle die Pflanzenwelt zu beschreiben, und Storl berichtet von einer vielfältigen Betrachtung durch Zeiten und Orte.
Der praktische Teil hat es mir da schon eher angetan, man merkt einfach, daß der Mann weiss, wovon er spricht, daß es seine eigene Praxis ist.
Distelfliege