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Luisa Francia: Starke Medizin
Erschienen im Verlag Frauenoffensive 1995

Luisa Francia schreibt auf ihrer Seite [4], daß "Starke Medizin" das zweite Buch ihrer Medzin-Trilogie ist, zusammen mit 1. "die schmutzige Frau" wo es um die Haut geht, und 3. "das Rückenbuch".-_ Starke Medizin ist ein Handbuch zur Selbstheilung für Frauen. In ihrer gewohnt anekdotenhaften, lebensnahen und witzigen Art zu schreiben führt Luisa die Leserin zunächst durch den ersten Teil des Buches - betitelt mit "Krank". Was ist Krankheit, was macht krank, wie gehst du damit um.
Dabei ist in diesem Teil keine zusammenhängende Theorie zu finden, kein durchstrukturiertes Lehrgebäude. Viele Geschichten und viele Gedankengänge ergänzen sich so allmählich, während sich der rote Faden des Themas "Selbst - Verantwortung" durch den ersten Teil zieht. Hier ein wenig "Schulmedizinbashing", dort ein wenig Abrechnung mit weiblicher Sozialisation und weiblichen Lebenslügen. Geschichten von ihren eigenen Krankheiten und Heilungen. Dabei wird weder die Schulmedizin noch die alternative Medizin als das einzig Wahre herausgestellt, sondern es handelt sich hier um eine Anleitung sich mit Komplementärmedizin zu heilen und heilen zu lassen.
Mir fiel bei Luisa Francias Herangehensweise positiv auf, daß sie zu Krankheit eine sehr verzeihliche Haltung hat, die sich von der Herangehensweise vieler alternativer Medizinlehren unterscheidet. Nicht daß "Ich bin krank, weil ich falsches getan habe" steht im Vordergrund, sondern ein "Packs an, geh deinen Weg, finde etwas heraus über dich".
Der zweite Teil des Buches ist der Praxis-Teil, betitelt "Heil und Ganz".-_ Hier findet frau einen Fragenkatalog um sich und ihrem Wesen und damit ihren Krankheiten auf den Grund zu gehen, Visualisationen, Heilrituale und Anregungen, die wie immer, sehr praktisch und pragmatisch sind. Dabei bietet sich eine gewisse Grunderfahrung mit schamanischen Techniken an, um das Potential mancher Tips besser ausschöpfen zu können.
Rezi von Distel 3.1.2006